Die Louis Widmer AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von dermatologischen Heilmitteln und hypoallergenen Hautpflegepräparaten. Um im internationalen Handel konkurrenzfähig zu bleiben, war eine Modernisierung des aus dem Jahre 1974 stammenden Produktions-und Bürokomplexes in Schlieren unausweichlich. Da hierzu die Beherrschung moderner Reinraumtechnik wesentliche Voraussetzung war, wurden wir als anerkannte Experten auf diesem Gebiet mit dem Umbau sowie der Fassadensanierung beauftragt.

Der Umbau des Betriebes erfolgte in mehreren Etappen, wobei die Produktion zu keinem Zeitpunkt unterbrochen wurde. Wir begannen mit der Modernisierung des Produktionsbereichs im Erdgeschoss und der Modernisierung der überalterten Haustechnik. Anschliessend folgte der Bürotrakt im vierten Obergeschoss sowie die Umgestaltung des Verpackungsbereichs im zweiten OG. Zuletzt wurde dann die gesamte Fassade wärmetechnisch nachgebessert und neu eingekleidet. Zugrunde lag diesen umfangreichen Arbeiten eine komplexe Bauanalyse, die ebenfalls von Unger & Treina AG erstellt worden war. Im Zuge der Sanierung veränderten wir die vorgefundene Raumaufteilung komplett. Dadurch gelang es, das neue Raumpro-
gramm den Arbeitsabläufen im Unternehmen perfekt anzupassen. Die komplette Erneuerung der Fassade hatte neben den oben erwähnten Absichten auch das Ziel, dem Gebäude einen zurückhaltenden, vornehm wirkenden Touch zu verleihen. Wir schlugen eine Unterteilung in horizontale Abschnitte vor. Das Erdgeschoss wurde zusammen mit den oberen Treppenhaustürmen farblich vom Hauptkörper abgesetzt. Mit diesem Kunstgriff gelang es, den in Dunkel gehaltenen Sockelbereich mit seinen Anbauten optisch in den Hintergrund treten zu lassen, während die helle eloxierte Aluminiumfassade sowie die horizontale Zugwirkung der Fensterbänder den Hauptbereich des Gebäudes nachhaltig betonen. Zusätzlich akzentuieren Glaswürfel im Eingangsbereich und auf dem Dach angebrachte Logos die Corporate Identity des pharmazeutischen Weltkonzerns.

Bei den Materialien im Innenbereich wurde ebenfalls auf ein zurückhaltend vornehmes Erscheinungsbild geachtet. So kommen hauptsächlich warme Farbtöne zum Einsatz. Das für sämtliche Möbel gewählte Nussholz widerspiegelt dieses Ziel hervorragend. In Kontrast dazu wurde die Farbe Aluminium gewählt. Diese kam bei den Türen und teilweise an der Decke zum Einsatz. Wo es möglich war, wurde das bestehende Industrie-Parkett geschliffen und übernommen. Ansonsten wurde der Boden mit dunklem Linoleum oder Kunstharz bezogen. Die Wände sind in Weissputz gehalten. Die Decken im Korridor bestehen aus Streckmetall und sind alufarbig. In den Räumen entschieden wir uns für eine weisse Akustikdecke. Bei der Konzeption des Empfang- und Sekretariatsmöbels wurden die Wünsche der Belegschaft so weit wie möglich berücksichtigt. Auch bei der Planung der neuen Betriebskantine im 3.OG und des Pausenraumes im 4.OG bemühten wir uns, die Vorstellungen der Belegschaft in Einklang mit dem Gesamtbild zu bringen.